Pressemitteilung GMES-Workshop
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- Letztes Update: Donnerstag, 24. November 2011
Pressemitteilung
München, 21.04.2011
Ergebnisse und Empfehlungen des Workshops „Anwendungspotenzial von GMES im Geoinformations-Markt“
Im Rahmen des 16. Münchner Fortbildungsseminars Geoinformationssysteme fand am 22. März 2011 an der Technischen Universität München der Expertenworkshop „Anwendungspotenzial von GMES im Geoinformations-Markt“ statt. Die Moderation wurde von Herrn Dr. Häusler (GAF AG) übernommen. Der Workshop sollte vor allem eine Verbindung zwischen den beiden „Welten“, Fernerkundung (GMES) und GIS (INSPIRE) herstellen.
Weitere Ziele des Workshops waren, über den Status und die aktuellen Entwicklungen der europäischen GMES Initiative (Global Monitoring for Environment and Security) zu informieren und einen möglichen Bedarf an potenziellen GMES-Diensten zu ermitteln. Um die Potenziale von GMES besser nutzen zu können, müssen auch sub-nationale Nutzer informiert und in den europäischen Prozess eingebunden werden. Es war daher ein wesentliches Ziel des Workshops, über den enormen Nutzen von GMES zu informieren und zu erarbeiten, wie dieser in Wert gesetzt werden kann. Darüber hinaus sollten, soweit möglich, Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger für die weitere Umsetzung von GMES erarbeitet werden. Diese Fragen wurden in einem hochrangigen Teilnehmerkreis aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft erörtert.
Am Nachmittag wurden in zwei Diskussionsgruppen unter der Leitung von Frau Roßner (DLR) und Herrn Prof. Dr. Buziek (ESRI) folgende Ergebnisse und Empfehlungen erarbeitet:
Ergebnisse
- Der Hauptnutzen von GMES für nationale und internationale Anwender liegt neben der angestrebten europaweiten Berichterstattung für die Umwelt vor allem in der Kombination von INSPIRE und GMES (Fallbeispiel InGeoSat im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie).
- Es konnte beispielhaft gezeigt werden, dass GMES-Produkte erfolgreich in der Forstwirtschaft eingesetzt werden können (Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei).
- GMES ist bei potenziellen Nutzern nicht ausreichend bekannt. Rollen institutioneller und kommerzieller Nutzer innerhalb von GMES sind unklar.
- Spezifische Anwendungsbeispiele und Testdaten für Nutzer sind bisher kaum vorhanden.
- Potenzielle Nutzer von GMES fühlen sich ohne gesetzliche Grundlage häufig nicht angesprochen.
- Es fehlt an einer klaren und transparenten Förder- und Entwicklungsstrategie für GMES.
- Im Rahmen der Initiative „Aufbruch Bayern“ ist ein GMES-Zentrum in Oberpfaffenhofen geplant.
Empfehlungen
- GMES Daten und Dienste sind in die vorhandenen Geodateninfrastrukturen zu integrieren und auf der Grundlage einheitlicher Standards kontinuierlich bereitzustellen.
- Durch verstärkte Informationsveranstaltungen und -maßnahmen ist GMES über die Forschung hinaus den Nutzern bekannter zu machen.
- Es sind Möglichkeiten einer stärkeren gesetzlichen Verankerung von GMES in Geodateninfrastrukturen des Bundes und der Länder auf Basis der GMES-Verordnung vom 22.09.2010 zu prüfen.
- Basierend auf den ersten europäischen Kerndiensten sind in weiterführenden Pilotvorhaben innovative Anwendungen (z. B. mit kostenlosen Testdatensätzen) für diejenigen Nutzer zu entwickeln, deren Aufgabe es ist, Berichtspflichten im Bereich Umwelt mit GMES zu erfüllen.
- Es sind Bedarfsanalysen für GMES-Dienste auf den verschiedenen Verwaltungsebenen durchzuführen.
- Die Rolle institutioneller und kommerzieller Nutzer innerhalb von GMES ist zu klären und zu kommunizieren.
- Die Förder- und Entwicklungsstrategie sowie die Datenbereitstellungspolitik von GMES sind transparent und klar darzustellen.
Dr. Häusler(GAF AG) Dr. Carl (GAF AG) Rossner (DLR) Prof. Dr. Buziek (ESRI Deutschland Group GmbH)





Ein kompakter Überblick über den Runder Tisch GIS e.V.