Abgeschlossene Projekte
2002 OpenGIS im Praxistest
- Details
- Letztes Update: Donnerstag, 24. November 2011
Hier können Sie sich den Projektbericht herunterladen. Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an den Projektleiter Herrn Prof. Teege.
Angehängte Dateien:
Projektbericht OpenGIS im Praxistest zum Download (Nur für Mitglieder)
OpenGIS im Praxistest
Zusammenfassung
Anlass des Projektes war ein Bericht von Studenten der TU München über die Fachfirmenausstellung Intergeo 2001 zum Thema OpenGIS. Nach diesem Bericht wurde zwar von vielen Herstellern mit dem Marketing-Begriff “OGC-Konformität” geworben, was diese Bezeichnung aber genau bedeutete, war vielen Datenanbietern und Datennutzern unklar. Der Runde Tisch GIS e.V. wollte als neutrales Forum mit dem Projekt “OpenGIS im Praxistest” einen Beitrag zur Förderung der Interoperabilität durch Standardisierungsbemühungen des OpenGIS leisten.
Im Verlauf des Projektes wurde deutlich, dass der OGC WMS-Standard durch die GIS-Hersteller teilweise erst prototypisch unterstützt wird. Der Test hat aber die Erwartung der generellen Verwendbarkeit des WMS-Standards für die interoperable Geodatennnutzung und damit den Fortschritt durch das OGC bestätigt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Einzelheiten der OGC-Standards viel zu wenig bekannt sind. Der Runde Tisch GIS sieht einen erheblichen Informationsbedarf für Datenanbieter und Datennutzer.
Die Ergebnisse des Tests zeigen, dass der Einsatz von OpenGIS erst am Anfang steht. Es ist geplant, einen weiteren Test durchzuführen, in den die Produkte weiterer GIS-Hersteller und weitere OGC-Standards einbezogen werden.
Der Vorstand des Runden Tisch GIS e.V. bedankt sich bei allen GIS- und Geodatenanbietern für die Unterstützung des Tests.
Fischer - Kopperschmidt - Sachmann - Schilcher - Stützer
Das Problem der Datennutzer
Geodaten stammen aus unterschiedlichen Quellen (z.B. Amtliche Basisdaten, Fachdaten, Fachdaten aus verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens). Ihre gemeinsame Nutzung in einer Anwendung wird oft behindert durch die Verwaltung in GI-Systemen unterschiedlicher Hersteller. Das OpenGIS-Konsortium (OGC) versucht hier Abhilfe zu schaffen, indem es Schnittstellen für interoperablen Zugriff auf Geodatenbanken standardisiert.
Das Projektziel
Ziel des Projekts war es, eine dieser Schnittstellen (Web Mapserver, WMS) mittels existierender OGC-Clients und OGC-Servern verschiedener Hersteller an einem konkreten Fall auf ihre Praxistauglichkeit zu untersuchen.
Der WMS-Standard
Die WMS-Schnittstelle definiert ein Format für Geodaten-Anfragen in der Form von Web-Adressen. Als Antwort schickt der Server eine Kartendarstellung in einem Raster- oder Vektorformat über das http-Protokoll. Die Anfrage kann direkt in einem Web-Browser eingegeben werden oder durch WMS-Clients (z.B. Java-Applets) als Benutzerschnittstelle erzeugt werden. Auf dieser Basis sind lesende Zugriffe mit einfachen Operationen (Zoom, Panning) im Web-Browser realisierbar.
Die Infrastruktur
Im Projekt wurde eine Infrastruktur aus experimentellen Servern mit Auszügen der Fach- und Basisdaten aufgebaut. Zusätzlich wurden Basisdaten-Server aus dem GeoPortal-Projekt der TU München genutzt. In dieser Umgebung wurden Zugriffsversuche mit WMS-Clients verschiedener Hersteller durchgeführt.
Getestete Systemlandschaft
Infrastruktur Projektplattform
Projektlaufzeit
Januar 2002 bis September 2002
Angehängte Dateien:
| Flyer OGC-Praxistest aussen (26 KB) |
| Flyer OGC Praxistest innen (542 KB) |





Ein kompakter Überblick über den Runder Tisch GIS e.V.